Handlungsfeld: Beratung und begleitende Hilfen

 

Foto(c): Tim Reckmann / pixelio.de

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Akteure
im Anerkennungsverfahren der Asylbewerber/innen:
das Amt für Soziales und Wohnen (federführend),
die Wohlfahrtsverbände, das Gesundheitsamt,
das Jugendamt und die Psychiatrische Hilfsgemeinschaft (PHG)

 

Aufgaben und Aktivitäten der Handlungsfeldakteure
Die Unterbringung von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften und in Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt sowie ihre Betreuung und Begleitung bilden das Aufgabenspektrum der Akteure in diesem Bereich. Auch die Inobhutnahme von unbegleiteten Minderjährigen sowie die Leistungsgewährung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gehört in dieses Handlungsfeld.
In bestehenden Netzwerken und Arbeitskreisen koordinieren die Akteure die Maßnahmen, stimmen sie mit allen Beteiligten ab und sorgen für eine Transparenz der Angebote.

 

Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge
Die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge in den Sammelunterkünften war zunächst die größte Herausforderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Ehrenamtlichen in diesem Handlungsfeld. Im September 2016 lebten rund 6500 Flüchtlinge in Unterkünften wie Schulen und Turnhallen. Die Betreuung und Begleitung dieser Menschen in den derzeit 20 Heimen und über 900 Wohnungen (Stand: Januar 2017) fußt auf einem Drei-Säulen-Modell. In jedem Flüchtlingsheim arbeiten mindestens zwei Betreuer/innen des Sozialamtes, die täglich anwesend sind, ein Wachdienst ist für die Sicherheit zuständig und die Wohlfahrtsverbände bieten vor Ort Beratung und Betreuung an. Durch eine Vielzahl von ehrenamtlichen Unterstützer/innen im Umfeld der Unterkünfte wird dieses Konzept zusätzlich unterstützt.

Aufgrund des Wohnungsleerstands in Duisburg konnten im Herbst 2016 mehr als die Hälfte der geflüchteten Menschen bereits noch im Anerkennungsverfahren in Wohnungen untergebracht werden. Dazu mietete die Stadt Duisburg beispielsweise zusammenhängende Wohnungskontingente in verschiedenen Stadtteilen an, in die überwiegend Familien einzogen. Ein Büro mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sozialamts dient als Anlaufstelle bei Fragen des täglichen Zusammenlebens, auch mit der Nachbarschaft, oder bei Problemen der Flüchtlinge in der Anfangs- und Eingewöhnungsphase.

Alleinstehende Frauen mit Kindern werden inzwischen in einem eigens für sie hergerichteten Wohnheim untergebracht. Hier finden rund 80 Personen Platz.

 

Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen
Flüchtlinge, die aufgrund von Krieg und anderen Gewalterfahrungen in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht traumatisiert sind, werden vom Gesundheitsamt und der Psychiatrischen Hilfsgemeinschaft betreut.

 

Herausforderungen gut bewältigt
Peter Keimer, Abteilungsleiter beim Amt für Soziales und Wohnen, ist mit der Bewältigung der Erstunterbringung und -versorgung der Menschen durchaus zufrieden. „Während die Aufnahme und Beherbergung der Flüchtlinge über längere Zeit einem ‚Katastropheneinsatz‘ gleichkam und wir ständig improvisieren mussten, ist rückblickend zu sagen, dass wir die Herausforderungen dennoch gut gemeistert haben. Ohne Nutzung der Wohnungsleerstände und dem engagierten und massiven Einsatz aller Beteiligten wäre dies jedoch nicht zu schaffen gewesen.“

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