Handlungsfeld: Arbeitsmarktintegration

 

Foto(c): Rainer Sturm / pixelio.de

Foto(c): Rainer Sturm / pixelio.de

Akteure:
Jobcenter Duisburg (federführend), Arbeitsagentur Duisburg,
Amt für Soziales und Wohnen, Ordnungsamt / Ausländerbehörde,
verschiedene Bildungsträger

 

 

Integration Point Duisburg
Anfang 2016 startete das Projekt „Integration Point“(IP) bei der Arbeitsagentur Duisburg. Integration Points gibt es inzwischen in vielen Kommunenin NRW. Mit diesem Modellsollen die Zuständigkeiten der Arbeitsagenturen, der Jobcenter und der städtischen Ämter, die sich mit Anliegen von geflüchteten Menschen und Asylbewerbern befassen, zusammengeführt werden. Die unterschiedlichen Behörden und Einrichtungen arbeiten koordiniert zusammen. Das reduziert unnötige Gänge, verhindert Reibungsverluste und beschleunigt den Prozess der Arbeitsmarktintegration.

 

Unterstützung von geflüchteten Menschen mit guter Bleibeperspektive
Aufgabe der Mitarbeiter/innen des Integration Points ist es, geflüchtete Menschen mit guter Bleibeperspektive frühzeitig anzusprechen und sie bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu unterstützen. So konnten nach dem Start zum Jahresanfang bereits im September 2016 rund 700 geflüchtete Menschen vom IP beraten und begleitet werden. Noch vor der Entscheidung über ihren Asylantrag werden sie von den Mitarbeiter/innen bereits in den Unterkünften kontaktiert und bei ihren Schritten in den Arbeitsmarkt begleitet. Das Durchschnittsalter der betreuten Flüchtlinge liegt unter 35 Jahren.
Im IP werden zunächst die Kompetenzen, beruflichen Erfahrungen, ggf. Berufs- und Schulabschlüsse der geflüchteten Menschen festgestellt. Aufgrund der vorliegenden Voraussetzungen werden ihnen dann entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen.
Die Agentur für Arbeit bietet dazu eine Reihe von Orientierungs- und Bildungsmaßnahmen an. Sie enthalten vielfach auch beruflich relevante Sprachlernangebote, um bereits vor Teilnahme an einem Integrationskurs – die erst mit dem Abschluss des Asylverfahrens möglich ist – erste, grundlegende Deutschkenntnisse zu erwerben.
Alle Angebote an geflüchtete Menschen werden mit zusätzlichen Haushaltsmitteln finanziert, so dass es zu keinen Kürzungen von Leistungen für Arbeitslose und andere Anspruchsberechtigte kommt.

 

Differenziertes Angebot an Maßnahmen
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IP haben inzwischen ein großes Netzwerk aufgebaut, so dass geflüchtete Menschen mit einem breiten und differenzierten Angebot an Bildungsmaßnahmen versorgt werden können.
Die Teilnahme an den angebotenen Maßnahmen richtet sich nach dem Aufenthaltsstatus, der Bleiberechtsperspektive, dem Qualifizierungsstand, dem Alter oder anderen persönlichen Voraussetzungen der geflüchteten Menschen. Es besteht daher ein stark differenziertes und an diverse rechtliche Voraussetzungen geknüpftes Angebotssystem. In Kooperation mit dem Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) wird eine Beratung zur Anerkennung von Berufs- und Schulabschlüssen angeboten.
Vereinzelt konnten geflüchtete Menschen mit vorhandener beruflicher Qualifikation und Erfahrung in eine Arbeitsstelle vermittelt werden. So das Bespiel eines Zahntechnikers, der sich an den Integration Point in Duisburg wandte und mit Unterstützung des Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters einen Arbeitsplatz in einem Duisburger Dentallabor fand.

 

Förderung unterschiedlicher Zielgruppen
Das Bildungszentrum des Handwerks und das Bauhandwerk haben gemeinsam Orientierungskurse für Jugendliche initiiert, die schon gut Deutsch sprechen und mindestens das Niveau A2 nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen“ aufweisen. Gemeinsam mit Bildungsträgern und Kollegschulen wurden 2 Klassen eingerichtet, um den Hauptschulabschluss zu erlangen.
Die Abschlüsse einzelner Akademiker wurden anerkannt.
Eine Bildungsmaßnahme speziell für Ärzte wird gemeinsam von mehreren Agenturen für Arbeit und Jobcenter aus dem Ruhrgebiet angeboten.
Im Herbst 2016 haben die ersten Teilnehmer die Maßnahmen verlassen. Je nach individuellem Qualifizierungsstand werden sie in weiteren Maßnahmen geschult und begleitet, damit sie einen Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt finden können.
Seitens des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IABwurde eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass nach sechs Jahren rd. 50 % der geflüchteten Menschen eine Arbeitsstelle gefunden haben.
Zurzeit läuft das Arbeitsmarktprogramm “Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM)” an, das Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge schafft. Damit können sie bereits vor Abschluss ihres Asylverfahrens an den deutschen Arbeitsmarkt herangeführt werden und Einblicke in das berufliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland erhalten.

Link zur Agentur für Arbeit:
https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdnrw/duisburg/Agentur/index.htm

Suchen

Interkulturkalender

< Mai 2021 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31            

Viele Kulturen, viele Feste: Folgen Sie den hellgrünen Tagen und erfahren Sie, wann Religionen und Kulturen ihre Feiertage haben.

Demnächst in DU

  • Keine Events in der Datenbank vorhanden

Letzte Kommentare