Grenzen und Chancen

1. Fortbildung 15.11.2008 des Projektbausteines Offene Altenhilf 050Schluss mit der passiven Aufnahme, jetzt sind die Teilnehmer dran. In Kleingruppen sollen sie über die Grenzen und Chancen der interkulturellen Öffnung von Einrichtungen diskutieren. Dabei stehen drei Fragen im Mittelpunkt: Welche Grenzen/Chancen gibt es für mich, welche für die Institution und welche für die Stadt?
Gruppe Eins malt gleich ein großes rotes Herz auf die Papiertischdecke. Hier sind sich alle einig darüber, dass persönliche Beziehungen und Kontakte ganz wichtig sind. Man dürfe das Thema nicht theoretisch betrachten. „Mir geht es darum, alles was ich weiß, weiterzugeben“, sagt Fadime Tekiner vom Beirat für Zuwanderung und Integration.
Währenddessen wird in Gruppe Zwei über Vorurteile und Rassismus diskutiert. Tanja Tobias vom BBZ Karl-Jarres-Straße erzählt von Senioren in Hochfeld, die erlebt haben, wie ihr Stadtteil sich verändert hat. „Das gefällt ihnen nicht mehr“, sagt Tobias. Silvana Feragutti von der italienischen Community glaubt den Grund für das Unbehagen zu kennen: „Die Menschen sind von den politischen Entwicklungen ausgeschlossen worden, in Hochfeld genauso wie in Marxloh.“ Einiges hätte anders gemacht werden müssen, kritisiert sie. So hätte man intervenieren müssen, als zu viele Deutsche weggezogen sind. Tanja Tobias führt ein weiteres wichtiges Argument an: „Wenn wir alt sind, werden wir Migranten kennen. Das ist bei den Menschen, die heute alt sind, nicht so. Die hatten höchstens mal einen Vorzeige-Ali.“
In Gruppe Drei geht es gerade darum, wie gemeinsame Themen und Interessen gefunden werden können. Weil erst dann auch der Zugang zu den Diensten für Ältere gefunden werden kann. „Wichtig ist eine niedrige Schwelle“, sagt Hans Müller vom Amt für Soziales und Wohnen, „damit die Beratung angenommen wird“. Hülya Ceylan von der
Begegnungsstätte in der neuen Ditib-Moschee in Marxloh stimmt zu. Es bringe jedoch nichts, in der deutschsprachigen Presse auf Angebote hinzuweisen. „Man muss persönlich hingehen, sich vorstellen“, sagt sie.

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