Maßnahmenprogramm Südosteuropa: “Nah dran – Aven majpashe”

Nah dran – Aven majpashe

Das Projekt „Nah dran – Aven majpashe“ möchte durch den Einsatz von Muttersprachler*innen, die aus der Community der Roma kommen, einen Zugang zu den Neuzugewanderten aus Südosteuropa schaffen, um ihre Chancen auf gleichberechtigte Teilhabe zu erhöhen.
Das Projekt setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: Konfliktprävention, Bildungsbegleitung, Straßenpaten.
Es wird gefördert durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Konfliktprävention
Zum Abbau von Vorurteilen, Ängsten und Vorbehalten sowohl auf der Seite der Neuzugewanderten als auch auf der Seite der alteingesessenen Duisburger*innen werden Räume für Begegnung und Austausch geschaffen.
Diese sind u.a. Dialog-Runden für neu Zugewanderte, Kultur- und Sportveranstaltungen, Eltern-Cafés an Schulen, Sprachkurse für Erwachsene.
Streetworker gehen zu den Menschen in die Quartiere und suchen das direkte Gespräch mit ihnen, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und ihnen schnellstmöglich zu begegnen.

Bildungsbegleitung
Zur Stärkung und Unterstützung neuzugewanderter Familien werden diese durch eine gezielte muttersprachliche Bildungsberatung insbesondere über Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Kitas, Schulen, über Sprachkurse für Erwachsene und über das Schulsystem informiert.
Um Sorge dafür zu tragen, dass Kinder trotz ungünstiger Lebensumstände die Schule regelmäßig besuchen, werden neben der Bildungsberatung zusätzlich muttersprachliche Bildungsbegleiter*innen eingesetzt. Die Bildungsbegleiter*innen werden insbesondere in der Elternarbeit tätig und stellen eine Verbindung zwischen den Eltern und den Bildungseinrichtungen her.
Ziel der Arbeit ist es, durch kulturspezifische Gesprächsstrategien und Mehrsprachigkeit sowie mit einer wertschätzenden Haltung die Bildungsintegration der zugewanderten Kinder und ihrer Familien aus Südosteuropa, insbesondere der Roma zu unterstützen.

Straßenpaten
Mitunter entzünden sich Konflikte zwischen alteingesessenen und neuzugewanderten Bewohner*innen rund um das Thema Müllentsorgung und Sauberkeit.
Die Straßenpaten sind aus der Community gewonnene Multiplikator*innen, die in den Stadtteilen Marxloh, Hochfeld und Bruckhausen unterwegs sind. Sie laufen im Quartier bestimmte Straßenzüge ab, nehmen dort wilde Müllkippen auf und melden diese an die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD). Sie sollen niedrigschwellig in der jeweiligen Herkunftssprache die Bewohner*innen über Abfallentsorgung aufklären und zur Müllvermeidung anleiten. Darüber hinaus sind sie Ansprechpartner*innen für Fragen aus der Anwohnerschaft. Koordiniert werden die Straßenpaten durch die Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH (EG DU) und die Kooperationspartner AWO Integrations gGmbH, Georgswerk Duisburg e.V. und Riedel und Wennekers GbR Immobililenverwaltung.

Laufzeit: 2020-2022
Federführung: Kommunales Integrationszentrum der Stadt Duisburg
Kooperationspartner: Sprachförderung Duisburg e.V., EG DU, Georgswerk Duisburg e.V, AWO Integrations gGmbH, Wennekers und Riedel GbR

Kontakt: Heidrun Oberländer-Yilmaz (Koordinatorin); E-Mail: h.yilmaz@stadt-duisburg.de

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