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Trauer um die Verunglückten und Verletzten der Loveparade

Die Stadt Duisburg trauert um die Menschen, die bei dem Unglück auf der Loveparade starben und fühlt mit denen, die verletzt wurden. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind auch bei deren Angehörigen und Freunden. Das Geschehene ist auch für uns immer noch unfassbar.


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Interview mit Irene Stabel

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Hast du Spass an der WM und wie findest du die WM-Stimmung in Duisburg?
Ja ich habe sehr viel Spaß an der WM, und die Stimmung ist hervorragend.

Wie findest du die bunte (gemischte Truppe, was Herkünfte angeht) Aufstellung der Nationalmannschaft?
Ausgezeichnet.

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Interview mit Huriye und Aylin Karaoglu

S7303198Hast du Spass an der WM und wie findest du die WM-Stimmung in Duisburg?
Ja. Die Stimmung ist toll! Ich finde jeder amüsiert sich. Vorallem meine Tochter, die Aylin.

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Ein Gespräch mit Uwe Gerste, Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, und Frank Jebavy, Leiter des Festivalbüros

IMG_3925Interkulturelle Öffnung einer Kultureinrichtung – was verstehen Sie darunter?

Gerste: Ich halte es für sinnvoll, wenn in einer Stadt, in der über 140 Nationalitäten leben, auch Angebote speziell für Menschen mit Migrationshintergrund geschaffen werden.

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Interview mit Bianca Zirk

DSCN1968Bianca, 22, Mitarbeiterin bei der Stadt Duisburg

Hast du Spass an der WM und wie findest du die WM-Stimmung in Duisburg?
Ich habe großen Spass an der WM und ich habe viele Spiele gesehen. Ich fand es besonders toll, dass so viele Außenseiter weitergekommen sind. Ich finde das macht es wieder interessanter.
Da ich nicht aus Duisburg komme, kann ich nicht so viel zu der WM-Stimmung hier sagen. Auf der Arbeit sind alle begeistert, wir haben das Serbien Spiel zusammen geschaut, das war toll und hat Spass gemacht. 

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Interview mit Muhammed Arslan

Muhammed ArslanMuhammed Arslan, 26, städtischer Mitarbeiter Duisburgs

 Wie findest du die WM?
Spannend!

Die deutsche Mannschaft ist sehr vielfältig und bunt, gefällt dir das?
Ja, das finde ich sehr gut. Die kulturelle Struktur Deutschlands wird
widergespiegelt.

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Ein Gespräch mit Werner Pöhling, Pressesprecher im Kultur- und Stadthistorischen Museum (KSM)

170x251_pm0_bgFFFFFFWas hat das KSM mit Zuwanderung zu tun?

Pöhling: Zuwanderung lohnt sich für die Menschen nur, wenn sie auch ein Gefühl zu ihrer neuen Stadt bekommen.

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Interview mit Leyla Özmal

201003_Japanreise_Leyla_ÖzmalInterview mit Leyla Özmal zu ihrer Teilnahme am internationalen Symposium „Herausforderung Soziale Integrationspolitik – Neue Visionen und Rollen“ in Tokio
Frau Özmal, Sie waren vor einigen Wochen auf Einladung der japanischen Stiftung „Sasakawa Peace Foundation“ in Tokio. Sie haben dort an einem internationalen Symposium zum Thema Einwanderung und Integration teilgenommen. Mit welchen Eindrücken sind Sie nach Duisburg zurückgekehrt?

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Telli Kılıç (77) aus Duisburg

Telli_Kilic„Ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern, an dem ich aus dem Süden der Türkei nach Deutschland kam: Es war der 20. Juli 1980. Ich hatte vier meiner sechs Kinder dabei. Mein Mann war schon als Gastarbeiter vorgegangen. Der Umzug war sehr aufregend für mich, ich war doch noch nie zuvor in einem anderen Land gewesen. Ich kannte nur mein Dorf und Adana, die Stadt, in der wir zuletzt gewohnt haben. Die Kinder haben sehr schnell Deutsch gelernt, ich kann es immer noch nicht.

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Carlo Maldarelli (66) aus Duisburg

Carlo_Maldarelli„Ich lebe schon sehr lange in Deutschland, seit 1961. Ich stamme aus Neapel. Bis vor drei Jahren habe ich als Dreher gearbeitet. Jetzt bin ich Rentner, aber ich habe nichts davon. Ich hatte zwei Schlaganfälle und bin jetzt teilweise gelähmt. Ich kann noch nicht mal mehr richtig sprechen. Meine Frau ist vor sieben Jahren gestorben und meine beiden Kinder leben in Italien. Ich bin ganz alleine. Früher kannte ich viele Menschen, aber wenn man krank ist, dann hat man keine Freunde mehr. Nach Italien würde ich trotzdem nicht zurückkehren. Was soll ich da? Ich glaube auch nicht, dass meine Kinder mich haben wollen. Außerdem ist es dort nicht besser mit den Ärzten. Hier bekomme ich mehr Unterstützung. Ich bin enttäuscht vom Leben. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass ich bald sterben werde.“

Beser Samut (56) aus Duisburg

Beser_Samut„Ich stamme aus Dersim, das ist der kurdische Name von Tunceli, einer Stadt im Osten Anatoliens. Nach Deutschland kam ich 1970 im Rahmen der Familienzusammenführung. Mein Mann war als Gastarbeiter hier. Ich wollte nur zwei, drei Jahre bleiben und dann wieder in die Türkei zurückkehren, doch es kam alles anders. Meine ersten beiden Kinder starben und dann folgten sieben Jahre, in denen wir nicht in die Heimat gereist sind. Als ich dann endlich wieder schwanger wurde, bin ich in die Türkei geflogen und habe das Kind dort zur Welt gebracht. Es überlebte und ich bekam zwei weitere gesunde Kinder. Jetzt habe ich eine Tochter und zwei Söhne. Sie sind 31, 33 und 35 Jahre alt. Außer während der Schwangerschaften habe ich immer gearbeitet, in Fabriken, als Putzfrau und in der Stadtbibliothek. Ich wollte meinen Kindern ein gutes Vorbild sein, ich wollte nicht abhängig sein von Sozialleistungen. 1983 habe ich meinen Mann verlassen. Von da an habe ich mich alleine um die Kinder gekümmert. Jetzt sind alle aus dem Haus. Seit neun Jahren habe ich einen deutschen Lebensgefährten, mit dem ich zusammenlebe. Meine Heimat, das ist jetzt Deutschland. Zurückzukehren kann ich mir nicht mehr vorstellen. Die Türkei ist jetzt meine zweite Heimat. Ich habe zwar oft Sehnsucht danach, hinzufahren und in meiner Muttersprache Zazaki zu sprechen, aber wenn ich dort bin, dann vermisse ich Duisburg. Was sein wird, wenn ich alt bin? Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass ich fit bleibe und ich hoffe, dass ich anderen Menschen helfen kann und nicht, dass andere mir helfen müssen. Vielleicht werden meine Kinder sich um mich kümmern, vielleicht kümmern mein Lebensgefährte und ich uns umeinander – ich weiß es nicht. Ich könnte mir aber auch vorstellen, im Altersheim zu leben. Welche Nationalität der Mensch hat, der mich pflegt, ist mir egal. Mensch ist Mensch. Für mich sind alle gleich. Wir sind alle nur zu Gast hier auf diesem Planeten, wir sind alle Fremde auf dieser Welt. Es ist mir auch egal, wo ich beerdigt werde, wenn ich tot bin. Erde ist Erde.“


Wir sind Du - Eine Initiative des Referats für Integration der Stadt Duisburg

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