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Jugendamt Duisburg erhält Förderung aus Bundesprogramm “VIELFALT TUT GUT“

Vielfalt_tut_gut_(gleichgross)ganzkleinDas Jugendamt der Stadt Duisburg erhält im Rahmen des Bundesprogramms “VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie” eine Zuwendung in Höhe von 30.000 Euro zur Entwicklung eines Lokalen Aktionsplans.

Das Förderprogramm hat das Ziel, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus nachhaltig zu bekämpfen und die bildungspolitische und pädagogische Arbeit zu stärken. Mit dem Bundesprogramm stellt die Bundesregierung seit 2007 jährlich 19 Millionen Euro zur Unterstützung von Lokalen Aktionsplänen sowie für zahlreiche regionale und überregionale Modellprojekte zur Verfügung, um präventiv-pädagogische Arbeit insbesondere mit Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Zwar ist in Duisburg keine relevante organisierte rechtsextreme Szene zu verzeichnen. Doch die Auswertung der ersten Duisburger Integrationsbefragung, die Anfang des Jahres 2010 durchgeführt wurde, ergab unter anderem, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der deutschen Duisburgerinnen und Duisburger starke Vorurteile und in manchen Fällen durchaus auch ausgeprägte Berührungsängste in Bezug auf Zuwanderinnen und Zuwanderer hat. Mit präventiven Angeboten soll deshalb bei Kindern und Jugendlichen darauf hingewirkt werden, dass sie sich in ihrem Verhalten und ihren Einstellungen mehr gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund öffnen, Vorurteile abbauen, Toleranz lernen, Wissen über die verschiedenen Kulturen erlangen und so nicht Gefahr laufen, rechtsextremes Gedankengut anzunehmen.

Angesprochen werden sollen deshalb durch den Lokalen Aktionsplan insbesondere Kinder und Jugendliche, rechtsextremistisch gefährdete junge Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und die lokalen Meinungsbildnerinnen und Meinungsbildner vor Ort.

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 23.09.2010 wurde das Programm erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Am 24.09. wurden in einer „Kick-Off“ Veranstaltung die zivilgesellschaftlichen Akteure informiert. Knapp 30 Vertretern der freien Träger, wie z.B. Diakoniewerk, AWO, DRK, aber auch Vertretern des Lions-Clubs, des Jugendrings, der EG-DU und anderer Initiativen wurden Ziele und Strategien vorgestellt. Undzwar Verständnis für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und jede Form von Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus, zu bekämpfen.

Um erste Ideen zur Umsetzung dieser Ziele einzubringen und um einen Lokalen Aktionsplan zu erstellen, fanden im Oktober zwei Workshops statt. Aus den zahlreichen Beiträgen
wurden inzwischen erste Handlungsziele und Projektideen formuliert.

„Dass wir mit dem Bundesprogramm ‚VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie’ auf breites Interesse bei den zivilgesellschaftlichen Akteuren treffen, hat mich nicht überrascht“, sagt der Leiter des Jugendamtes, Thomas Krützberg. „ Denn in Duisburg wird seit Jahren erfolgreich an der Themenstellung gearbeitet. Diese Arbeit können wir mit den avisierten Bundesmitteln und den Kooperationspartnern nun weiter optimieren“.

Das Jugenamt erstellt zur Zeit einen Sachbericht mit den Ergebnissen der Veranstaltungen für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bei positiver Bewertung wird der Lokale Aktionsplan der Stadt Duisburg ab 2011 in die Förderung aufgenommen.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter http://www.vielfalt-tut-gut.de

Kontakt: Thomas Krützberg, Leiter des Jugendamtes, Kuhstr. 6, 47051 Duisburg, Tel. 0203-2833484, t.kruetzberg@stadt-duisburg.de

Das Projekt „Entwicklung integrierter lokaler Strategien“ wird im Rahmen des Bundesprogramms VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie” durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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