Trauer um die Verunglückten und Verletzten der Loveparade
Die Stadt Duisburg trauert um die Menschen, die bei dem Unglück auf der Loveparade starben und fühlt mit denen, die verletzt wurden. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind auch bei deren Angehörigen und Freunden. Das Geschehene ist auch für uns immer noch unfassbar.
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Ausblick
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Um die durch das Projekt angestoßene interkulturelle Zusammenarbeit zwischen den MSO und den BBZ entsprechend weiterzupflegen, werden seit diesem Jahr die MSO zu den jeweiligen Regionalkonferenzen (in den 7 Bezirken) der offenen Altenhilfe eingeladen. In den Regionalkonferenzen werden Themen und Entwicklungen im Bereich der wohnortnahen Seniorenarbeit diskutiert.
Telli Kılıç (77) aus Duisburg
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„Ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern, an dem ich aus dem Süden der Türkei nach Deutschland kam: Es war der 20. Juli 1980. Ich hatte vier meiner sechs Kinder dabei. Mein Mann war schon als Gastarbeiter vorgegangen. Der Umzug war sehr aufregend für mich, ich war doch noch nie zuvor in einem anderen Land gewesen. Ich kannte nur mein Dorf und Adana, die Stadt, in der wir zuletzt gewohnt haben. Die Kinder haben sehr schnell Deutsch gelernt, ich kann es immer noch nicht.
Abschließende Stellungnahme zu dem Projekt
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Im Rahmen des Projekts „Informations- und Kommunikationssystem Integration“(ISI) beim Referat für Integration der Stadt Duisburg in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Wohnen, September 2008 bis Ende Februar 2009. Von Herbert Hübner, 23. Mai 2009
Eine zarte Pflanze
„Integration kann nur über Zusammenarbeit gelingen“, sagt Hansjörg Müller vom Amt für Soziales und Wohnen. Man müsse Netzwerke bauen – und Vertrauen knüpfen. Referentin Giovanna Caloiero berichtet von einem Trend auf Bundesebene, dass Tandems von MSO und Hauptamtlern gebildet würden – auch, um so besser an Fördergelder für Projekte heranzukommen. Marijo Terzic vom Referat für Integration weist noch einmal auf die besondere Bedeutung von ehrenamtlichen Initiativen in diesem Zusammenhang hin: „Die MSO haben eine Kraft, die Ämter nicht haben können. Da können wir uns auf den Kopf stellen – sie sind einfach authentischer.“
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Selbstgemachte Probleme
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Es gibt viel Gesprächsbedarf, das wird schnell deutlich. Aus den Anwesenden platzen die Sorgen nur so heraus. Während Irene Stabel von der iberoamerikanischen Gemeinschaft darüber klagt, als Minderheit nicht wahrgenommen zu werden („Weil wir integriert sind“), hat Yılmaz Gümüş von der Islamischen Gemeinde mit dem Gegenteil zu kämpfen: in aller Munde zu sein – und zwar negativ.
Lernsoftware für Grundschüler in Deutsch und Türkisch erschienen
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Der Verlag Tivola hat in der Reihe „Lernerfolg Grundschule“ die Lernsoftware „Deutsch“ herausgebracht. Das Besondere an dem Spiel ist, dass es auch zweisprachig – nämlich auf deutsch und türkisch – gespielt werden kann.
Jahresempfang des Beirates für Zuwanderung und Integration 2010
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Zu seinem diesjährigen Jahresempfang lud der Beirat für Zuwanderung und Integration in die Begegnungsstätte der Marxloher Moschee ein. Die Wahlen zum neuen Integrationsrat am 7. Februar und die Mitarbeit von Zuwandererinnen und Zuwanderern in der Kommunalpolitik waren die beherrschenden Themen des Abends.
Carlo Maldarelli (66) aus Duisburg
„Ich lebe schon sehr lange in Deutschland, seit 1961. Ich stamme aus Neapel. Bis vor drei Jahren habe ich als Dreher gearbeitet. Jetzt bin ich Rentner, aber ich habe nichts davon. Ich hatte zwei Schlaganfälle und bin jetzt teilweise gelähmt. Ich kann noch nicht mal mehr richtig sprechen. Meine Frau ist vor sieben Jahren gestorben und meine beiden Kinder leben in Italien. Ich bin ganz alleine. Früher kannte ich viele Menschen, aber wenn man krank ist, dann hat man keine Freunde mehr. Nach Italien würde ich trotzdem nicht zurückkehren. Was soll ich da? Ich glaube auch nicht, dass meine Kinder mich haben wollen. Außerdem ist es dort nicht besser mit den Ärzten. Hier bekomme ich mehr Unterstützung. Ich bin enttäuscht vom Leben. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass ich bald sterben werde.“
Sozialer Kitt
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Positiv betrachtet könnten MSO als Teil der Diskussion über bürgerschaftliches Engagement ihren Beitrag leisten, ebenso als „sozialer Kitt“ und soziales Kapital und nicht zuletzt als demokratiestärkende Kraft. Sie könnten als Multiplikatoren agieren, Zugänge zu ihren Gruppen und Ressourcen ermöglichen und die Angebote von Einrichtungen in ihrem eigenen Wirkungskreis bekannt machen. Zacharaki: „Nach wie vor stellen wir fest, dass es einen Mangel an Information gibt über die vorhandenen Dienste.“ Die Erwartungen an die MSO sind groß: Sie sollen mit vorhandenen Strukturen kooperieren, als Mittler und Türöffner in Integrationsprozessen agieren und einen Beitrag in der Bildungsarbeit leisten.
Plötzliches Interesse
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„Hier ist Ihre Rolle“, appelliert Zacharaki an die anwesenden Mitarbeiter von Migrantenselbstorganisationen. „Sie sind diese Brücke.“ Dabei verstehe sie auch die Verunsicherung, die mit dem plötzlichen Interesse einhergehe. Zacharaki: „Es kann sein, dass vor fünf Jahren niemand wusste, dass Sie existieren. Und jetzt wollen plötzlich alle etwas von Ihnen.“
