Junge Duisburger und Musiker der Romanes-Szene interpretieren Roma-Hymne neu

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Mustafa Zekirov, aus Mazedonien stammender Musiker und Schauspieler, und der Duisburger Rapper und Songwriter Jan Benkest initierten ein Cross-Over-Projekt, dessen Früchte nun auch im youtube-Kanal zu sehen sind.

Djelem Djelem – die inoffizielle Hymne der Roma, wurde in einem Cross-Over-Projekt in 2019 von jungen Duisburgern und Musikern der Romanes-Szene überarbeitet und mit einem deutschen Text neu interpretiert. Zu sehen und zu hören ist das Stück jetzt in einem Musikvideo auf youtube.

Beteiligt waren die Balkan Brass Band, das Junge Ensemble Ruhr, Mitglieder des Allerwelt-Ensemble Duisburg und des Ensemble Romanes. Annegret Keller-Steegmann von art@work hat das Projekt koordiniert. Den deutschsprachigen Text schrieb Jan Benkest. “In den letzten Jahren haben wir viele interkulturelle Projekte realisiert, viele, die mit Musik verbunden waren, aber auch viele, die Geflüchteten und Zugezogenen den Anschluss in Deutschland und in Duisburg ermöglichen sollten”, sagt Jan Benkest. Doch die Projekte mit Sinti und Roma seien anders als alle vorherigen. Denn der “Hass und die Feindseligkeit aus der Bevölkerung, die diesen Menschen entgegengebracht wurde, war schockierend. Sie wurden beschimpft, diskriminiert und gewalttätig angegriffen”.

Jan Benkest fragte sich, “wie es sein muss, sich als Sinti und Roma zu identifizieren und auf eine Jahrhunderte lange Geschichte von Diskriminierung und Vertreibung zurück zu blicken, zu einem Volk zu gehören, das selten erwünscht ist”. Vor diesem Hintergrund schrieb er einen deutschen Text und bearbeitete mit Mustafa Zekirov, der Fabijan Brass Band und anderen Roma in Duisburg die inoffizielle Hymne der Roma.

Die beteiligen Künstler wollten einen Perspektivwechsel schaffen und mehr Sensibilität erreichen und “im Zeitalter von verkürzten Botschaften und Fakenews Transparenz und Aufklärung fördern”. Mit der Hilfe von mehreren Unterstützern und Förderern, darunter auch der Stadt Duisburg, gelang die Realisierung des Projekts. Das Stück wurde neu interpretiert und ein Musikvideo produziert.

Aufgezeichnet wurde das Video im Rahmen des Life-Auftritts “same but different” am 1. September 2019 auf der Außenbühne des Duisburger Platzhirsch Festivals. Seit Dezember ist es online auf  https://www.youtube.com/watch?v=hhgvIJKf5NM&app=desktop.

Weitere Infos gibt Annegret Keller-Steegmann unter kest.anne@gmail.com.

Aynur Koç
20. Januar 2020

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