Treffen im Duisburger Rathaus: Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene

Vernetzungstreffen_referenten_neu

Das entwicklungspolitische Engagement von Organisationen von Zugewanderten war am Freitag (2.2.) Thema eines Vernetzungstreffens im Duisburger Rathaus.

Eingeladen hatte das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Duisburg (KI) gemeinsam mit der Bonner Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global.
Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Duisburger Migrantenorganisationen, städtischen Einrichtungen und sonstigen Institutionen nahmen an dem Netzwerktreffen teil. Darunter die Volkshochschule, die Stadtbibliothek, das Umweltamt, das Bildungsbüro, die Stabstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik, sowie die Diakonie und die IHK. Begrüßt wurden die Teilnehmenden vom Bürgermeister Erkan Kocalar und der stellvertretenden Leiterin des KI, Ulrike Färber.

Cem Organ, zuständiger Mitarbeiter beim KI für die Kooperation mit Organisationen von Zugewanderten, erinnerte an den „Empowerment Day“ in Duisburg in 2016. Gemeinsam mit drei afrikanischen Vereinen wurde dieser Tag veranstaltet, der zum ersten Mal in Duisburg das entwicklungspolitische Engagement von Migrantenorganisationen in den Mittelpunkt stellte.

Einen Zusammenhang zwischen Migrantenorganisationen und Entwicklungsarbeit herzustellen – das fällt auf den ersten Blick schwer. Das Engagement von Vereinen von Zugewanderten ist in der Öffentlichkeit kaum präsent, dass sie sogar auf entwicklungspolitischem Gebiet aktiv sind – wer hat je davon gehört?

Vernetzungstreffen_klein
Kevin Borchers von der SKEW stellte in seinem Vortrag das Spektrum der entwicklungspolitischen Arbeit von Migrantenorganisationen vor. Sie reicht von Projekten in den Herkunftsländern und Ländern des „Globalen Südens“ über entwicklungspolitische Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland und Projekten zum Klimawandel und Fair Trade bis zu Städtepartnerschaften.
Eine Befragung in 2017 unter 42 Duisburger Akteuren, die von der SKEW ermöglicht wurde, ergab, dass auch hier viele Migrantenorganisationen entwicklungspolitisch aktiv sind. Doch Vernetzungsansätze zwischen ihnen und anderen entwicklungspolitischen Akteuren in der Stadt gibt es kaum.

Ausbau kommunaler Partnerschaften
Gerade auf diesem Gebiet kann die SKEW unterstützend fördern. Denn eines ihrer Arbeitsschwerpunkte ist der Ausbau kommunaler Partnerschaften. Durch das Knüpfen persönlicher Kontakte, dem Informationsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung kann das Know-how bei entwicklungspolitischen Projekten gesteigert werden. Außerdem gibt es einen integrationspolitischen Nebeneffekt: Das SKEW-Netzwerk kann dazu beitragen, dass das Engagement von Organisationen von Zugewanderten in der Öffentlichkeit positiver wahrgenommen wird.
Neben Beratungsleistungen gibt es von der Servicestelle auch die Möglichkeit einer finanziellen Förderung kleinerer und größerer Projekte.

Armel Dijene und Kevin NdemeMatuke, Projektberater für die SKEW, stellten an diesem Nachmittag die Ergebnisse der Duisburger Befragung im Einzelnen vor. Rund ein Viertel der befragen Vereine sind international aktiv, 30 Prozent arbeiten auf lokaler Ebene. Drei Viertel der Organisationen sind in mindestens einem Handlungsfeld der kommunalen Entwicklungsarbeit engagiert.

Workshop_neu

Teilnehmende eines Workshops

In vier Workshops hatten die Akteure anschließend die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und über aktuelle Aktivitäten zu erfahren.
Anhand der Erfahrungen und Erkenntnisse dieses Treffens im Duisburger Rathaus soll die Vernetzung und Kooperation Duisburger entwicklungspolitischer Akteure vorangetrieben werden.

Aynur Koc

 

Internetauftritt Servicestelle Kommunen in der Einen Welt

Suchen

Interkulturkalender

< Februar 2018 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28        

Viele Kulturen, viele Feste: Folgen Sie den hellgrünen Tagen und erfahren Sie, wann Religionen und Kulturen ihre Feiertage haben.

Demnächst in DU

DU im Bild!

Letzte Kommentare