“Mit Sicherheit gut ankommen” – ein sozial-kulturelles Schiffsprojekt zu Flucht und Migration

MS_Anton_klein

Vom 26. bis 27.08.2017 macht eines der Projektschiffe – die Al-hadj Djumaa – halt im Duisburger Innenhafen. Aus diesem Anlass veranstalten Initiativen und Vereine der Flüchtlingsarbeit in Duisburg ein buntes Rahmenprogramm.

Foto(c): Gerald Mennen/OUTLAW.die Stiftung
Den Kern des Projekts bildet die Reise von zwei Schiffen mit mehreren Stationen in Hafenstädten entlang der deutschen Nordseeküste und kreuz und quer durch Deutschland über Flüsse und Kanäle. An Bord: 70 Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt. Ziel dieses sozial-kulturellen Schiffsprojektes ist es, mit diesem „Hingucker“ und mit den begleitenden Veranstaltungen und Aktionen entlang der Route Gelegenheiten zu bieten, sich mit dem Thema Flucht und Migration “auf eine andere Weise als gewohnt” auseinander zu setzen. Organisator dieses überregionalen Projekts ist die Kinder- und Jugendhilfeorganisation OUTLAW.die Stiftung, gemeinsam mit mehr als 50 Kooperationspartnern aus sieben Bundesländern sowie aus den Niederlanden und aus Dänemark.

In 65 Tagen quer durch Deutschland
Unter dem Motto “Mit Sicherheit gut ankommen” startet am letzten Wochenende im Juli eines der beiden Schiffe – die MS Anton – von Bremen. Nach einer 65 tägigen Reise findet das Schiffsprojekt am nationalen Flüchtlingstag am 30. September in Berlin seinen Abschluss.

25 Städte sollen auf der Route angelaufen werden – unter ihnen am 26./27. August auch der Duisburger Innenhafen im Bereich des Altstadtparks.

Den ersten Teil der Reise bestreitet die hochseetaugliche MS Anton, ein Schiff der dänischen Vereinigung Levende Hav. Sie fährt entlang der deutschen Nordseeküste mit Stationen auf Norderney und Borkum, in Emden, Weener und Papenburg. Hier wird sie abgelöst von der Al-hadj Djumaa. Dieses Schiff kam im Sommer 2013 von Nordafrika nach Lampedusa. An Bord mehr als 280 Menschen aus Eritrea und Äthiopien. Heute wird das Schiff in Amsterdam von der Rederij Lampedusa betrieben. Die Al-hadj Djumaa fährt weiter über Lingen und Münster bis ins Ruhrgebiet mit den Stationen Gelsenkirchen, Oberhausen, Duisburg und Hamm. Danach geht es über Osnabrück, Celle und Hannover Richtung Osten. Magdeburg, Halle, Dresden, Potsdam und Neuruppin heißen die weiteren Ziele, um dann am letzten Wochenende im September Berlin zu erreichen.

Kupferfiguren zeigen Flüchtlinge aus verschiedenen Erdteilen
Auf den Schiffen befinden sich während des Projekts „Mit Sicherheit gut ankommen“ mehr als 70 Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt. Sie zeigen Männer und Frauen aller Altersgruppen mit Gesichtszügen aus vier ethnischen Herkunftsregionen: Asien, Afrika, Südamerika und Europa.

Duisburger Vereine und Initiativen der Flüchtlingshilfe begleiten die Ankunft des Schiffes Al-hadj Djumaa im Duisburger Innenhafen am 26./27. August mit einem vielfältigen Programm. Mit Musik-, Tanz- und Theaterdarbietungen, Podiumsdiskussionen, Infotischen, internationalem Bufett und vielem mehr. An beiden Tagen kann auch das Schiff besichtigt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Projekt und zum Duisburger Programm.

 

 

 

 

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