Forschungsprojekt: Geschichte der Migration in Duisburg-Marxloh – Ergebnisse werden präsentiert

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Studierende der Ruhr-Universität Bochum haben in Zusammenarbeit mit dem Duisburger Zentrum für Erinnerungskultur und dem Stadtarchiv zu den Anfängen der sogenannten „Gastarbeitermigration“ in Duisburg-Marxloh geforscht. Am 5. Juli 2017 werden die Ergebnisse öffentlich präsentiert.

Vorgestellt werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes am Mittwoch, 5. Juli, ab 18 Uhr in der DenkStätte des Zentrums für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE) am Karmelplatz 5 in der Duisburger Innenstadt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen teilzunehmen und sich vor Ort mit den Studierenden der Fakultät für Geschichtswissenschaften auszutauschen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Ziel des Forschungsprojekts war es, die „Gastarbeitermigration“ als ein Teil der Stadtteil-geschichte zu untersuchen. Die historische Entwicklung in Marxloh war nach dem Zweiten Weltkrieg eng mit dem Wiederaufbau und dem Ausbau der Industrie verbunden. Hierbei spielte die August-Thyssen Hütte (ATH) eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Forschungsprojekts haben die Studierenden die Werkszeitschrift der ATH sowie weitere Quellen im Stadt- und Thyssenkrupp Konzernarchiv ausgewertet. Darüber hinaus haben sie zur Wohnsituation ausländischer Mitarbeiter recherchiert. Ihre Ergebnisse haben die Studierenden in den Gesamtkontext der Stadt(teil)geschichte Marxlohs eingeordnet und dabei auch die bisherige Forschungsliteratur gesichtet und systematisch erfasst. Um die Perspektive der damals in Marxloh lebenden Menschen abzubilden, wurden Interviews mit migrantischen und nichtmigrantischen Marxlohern geführt, die das Wissen um die Nachkriegsgeschichte Marxlohs abrunden und einen subjektiven Blick auf diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen.

Das ZfE ist zurzeit dabei, die migrantische Erinnerungskultur als eigenständige Säule seiner Arbeit aufzubauen. Die Kooperation mit der Ruhr-Universität bedeutet einen ersten wichtigen Schritt auf diesem Weg. Beide Partner haben die Absicht, das gemeinsame Projekt des forschenden Lernens in Zukunft fortzusetzen und weiter auszubauen.

Ansprechpartner für das Kooperationsprojekt sind Prof. Dr. Koller, Ruhr-Uni/Fakultät für Geschichtswissenschaften, (0234) 3224670 und Leyla Özmal, Stadt Duisburg, Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie, (0203) 283-6854

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