Interkulturelle Ausrichtung der etablierten Kultureinrichtungen

AFIR Gecesi 2009_Michael Kneffel_13Rund ein Drittel der Bewohner Duisburgs sind Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, gemeinsam stammen sie aus über 140 Nationen. Ihr Potenzial, vor allem in Bezug auf die Stadtentwicklung und das Städtebild, ist nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene zu beobachten, sondern ebenso auf kultureller.

Kulturelle Vielfalt ist in fast jeder Stadt Nordrhein-Westfalens zu finden. Sowohl die vielfältigen Herkunftsgeschichten, als auch die unterschiedlichen Glaubenszugehörigkeiten und Bildungshintergründe der Bevölkerungsgemeinschaft bilden auch in Duisburg die Grundlage für kulturelle Vielfalt. Mit dieser Tatsache sehen sich sowohl die etablierten Kultureinrichtungen konfrontiert, als auch die Kulturakteure der Migranten-Gruppen und ihr Publikum. Doch, so betonte jüngst der Kulturausschuss des Städtetages Nordrhein-Westfalen, ist dies Tatsache und Chance zugleich. Kulturelle Potenziale müssten erkannt und miteinander vernetzt werden. Es sei Aufgabe einer jeden kommunalen Kulturpolitik Weichen für Interkulturalität zu schaffen. Interkulturelle Urbanität ist strategisches Leitziel der Stadt Duisburg im Rahmen des Projekts Duisburg 2027.
Interkulturelle Urbanität meint eine Stadt deren kulturelles Leben die buntgefächerte Gesellschaft wiederspiegelt und zugleich einander näher bringt. Das breit angelegte Projekt zur Stadtentwicklung widmet sich seit einigen Jahren, sowohl der Infrastruktur Duisburgs, als auch ihrer vielfältigen Kulturlandschaft.

Bezugnehmend auf die Pläne zur Schaffung einer interkulturellen Urbanität hat das Referat für Integration der Stadt Duisburg mit Unterstützung der KOMM-. IN-NRW- Förderung ein entsprechendes Projekt ins Leben gerufen. Das Landesprogramm KOMM-. IN widmet sich seit 2005 der Förderung innovativer kommunaler Integrationsarbeit. Es unterstützt Städte und Gemeinden bei der kommunalen Integrationsarbeit, um bestmögliche Voraussetzungen für organisierte Angebote und Strukturen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu ermöglichen.
Die Idee des Referats für Integration der Stadt Duisburg richtet sich sowohl an die etablierten Kultureinrichtungen, als auch an die Kunst- und Kulturschaffenden aus den Migranten-Communities.

Geplant ist, die Duisburger Kultureinrichtungen in ihrer interkulturellen Arbeit zu unterstützen und zu fördern. Dazu sollen die zum Teil bereits vorhandenen Strukturen interkultureller Arbeit innerhalb der jeweiligen Institution gestärkt werden. Nach einer allgemeinen Bestandsaufnahme über interkulturelle Projekte und Personal innerhalb der Kultureinrichtungen, soll mittels einer Professionalisierung kulturell engagierter Duisburger und Duisburgerinnen mit Zuwanderungsgeschichte die Bandbreite interkultureller Arbeit erweitert werden. Man hofft dadurch ein weitläufigeres Publikum, vor allem aus den Migranten-Communities, zu erreichen, das sich wiederum selbst an interkultureller Arbeit beteiligt bzw. diese in Anspruch nimmt.
Ziel des Projekts ist es, mithilfe der Bündelung und Vernetzung der kommunalen Kulturarbeit Transparenz innerhalb der vorhandenen Strukturen zu schaffen, damit Gemeinschaftsarbeit zwischen den Institutionen, Künstlern, Kulturschaffenden und Communities möglich wird.

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