Bilderausstellung des Mädchenzentrums „mabilda“ im Internationalen Zentrum

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Das Duisburger Mädchenzentrum mabilda e.V. stellt Werke von Mädchen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte im Internationalen Zentrum aus. Die Bilder sind noch bis zum 26. Februar zu sehen.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus drei Kunstprojekten, die „mabilda“ seit 2007 verwirklicht hat. Die Themen, die die etwa 40 Mädchen und Frauen mit Pinsel und Farbe auf Leinwand projiziert haben, sind aus ihrem Leben gegriffen: Die eigene Herkunft, die Wahrnehmung „ihrer“ Stadt Duisburg und ein persönliches Stimmungsbild. Bei ihrem kreativen Schaffen wurden sie angeleitet von Fatma Güler, Mitarbeiterin und eine der Gründerinnen des Mädchenzentrums. Beim Duisburger Künstler Ismet Polatli holten sie sich Hilfe in technischen und künstlerischen Fragen .

Entstanden sind rund 40 ausdrucksstarke, durchaus gelungene Gemälde. Und jedes erzählt eine eigene Geschichte. Individuell, farbenfroh und voller Hoffnung.
Fatma Güler kennt die einzelnen Geschichten und persönlichen Motive der Werkstattteilnehmerinnen und weiß zu jedem Werk etwas zu erzählen. Doch großartiger Erläuterungen bedürfen die Werke nicht. Die Bilder sprechen für sich. Sie handeln von Eindrücken aus der Kindheit, teils mit Freude erinnert, teils mit Trauer oder Angst. Sie lassen Wünsche und Sehnsüchte erahnen, die Menschen über alle Grenzen hinweg verbinden.

Seit 18 Jahren besteht das Mädchenzentrum mabilda e.V. mit Sitz im Norden Duisburgs. Gegründet 1992 von engagierten Duisburger Frauen, hat es sich inzwischen zu einer bedeutenden Bildungs- und Beratungsstätte für junge Mädchen und Frauen entwickelt. Hatice Fatma Güler hat viel dazu beigetragen. Die Grundschullehrerin kam 1985 nach Deutschland, seit 1986 lebt sie in Duisburg. Frauen- und Mädchenarbeit lagen ihr damals schon am Herzen. Hatte sie doch bereits in der Türkei zur Zeit ihres Studiums aktiv für Frauenrechte gekämpft. Ideen von Freiheit und Emanzipation haben eben keine Nationalität.

Im Mädchenzentrum „mabilda“ ist Güler verantwortlich für die offenen Freizeitangebote und die Beratungsleistungen. Dabei reicht das Spektrum der Beratungsthemen vom Verfassen von Bewerbungsschreiben über Schwangerschaft, Gewalt bis hin zu Zwangsverheiratung. Mit ihrer Kollegin Nadine Boxen bietet sie zahlreiche Seminare und Workshops an Duisburger Schulen.

„Die im Rahmen des Kunstprojektes ausgestellten Bilder sind Ergebnis einer intensiven Arbeit, die den beteiligten Mädchen und Frauen die Möglichkeit gab, sich mit ihrer Geschichte und ihrem Leben als Zugewanderte auseinander zu setzen. Das bietet Orientierung und gibt Kraft“, sagt Fatma Güler.

Von der Kraft seiner Urheberin zeugt besonders ein Bild, auf dem drei Elefanten durch eine imaginäre Stadt ziehen. „So möchte ich mich auch durch die Stadt bewegen, frei und ohne Angst“, soll das junge Mädchen ihr eigenes Werk kommentiert haben. Der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung braucht Räume zur Entfaltung. Im Verein mabilda scheinen sich solche Räume zu öffnen.

Der Ausstellung und den Künstlerinnen ist zu wünschen, dass sich recht viele Duisburgerinnen und Duisburger an den Arbeiten erfreuen.
Die Bilder sind noch bis zum 26. Februar im Internationen Zentrum der Stadt Duisburg während der Öffnungszeiten zu sehen.

Internationales Zentrum, Flachsmarkt 15, 47051 Duisburg, Tel.: 0203 / 283-3962

www.mabilda.de Tel.: 02 03/ 51 00 10

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