Weg vom Ethnozentrismus

1. Fortbildung 15.11.2008 des Projektbausteines Offene Altenhilf 021Für ein Zusammenleben – in der Ehe ebenso wie in einer Gesellschaft – braucht es laut Zacharaki Kompetenzen: Man müsse zum einen nach Gemeinsamkeiten suchen und zum anderen dazu bereit sein, Werte voneinander zu übernehmen. Dies müsse auf zwei Ebenen geschehen, auf der strukturellen wie auf der persönlichen. „Wenn ich das Modell will, muss ich mich anstrengen, mich entwickeln“, sagt Zacharaki. Vom Ethnozentrismus, bei dem die eigene Weltsicht die einzig mögliche ist, hin zur selektiven Aneignung positiver Merkmale und Verhaltensweisen der Fremdkultur. „Dafür brauchen wir Unterstützung“, sagt die Expertin. Diese müsse in erster Linie von Hauptamtlichen kommen, angefangen von den Lehrern in der Schule. Mit Spannung verfolgen die Teilnehmer den Vor trag. Im Hintergrund brodelt lautstark das Wasser im Samovar, dem orientalischen Teekessel, und ab und zu erzittert der Fußboden, weil draußen eine Straßenbahn vorbeirattert. Auch in einigen Köpfen rattern die Gedanken, das kann man förmlich sehen. Und aus manchem platzen die Fragen gleich heraus. „Wie soll das, was wir hier besprechen, zu den Menschen auf der Straße kommen?“, fragt Hüseyin Yurtsever. „Was können Eltern, die selbst nicht wissen, wie das Zusammenleben funktioniert, ihren Kindern weitergeben?“ Ionna Zacharaki ist zuversichtlich. „Wir sind die Gesellschaft“, sagt sie. Sie glaubt an die Veränderung. Was derzeit gelebt werde, sei nur eine Phase. Zacharaki: „Da müssen wir durch.“

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