Raus aus der Opferrolle

Mehr Anerkennung für Migrantenselbstorganisationen wünscht sich auch Zehra Yılmaz von der Ditib-Begegnungsstätte in Marxloh. Viel zu oft habe sie erlebt, dass nicht mit Vereinen, sondern über sie geredet werde. Dies sei auch im Altenhilfe-Projekt passiert. „Viele sind sich dieser Situation nicht bewusst“, sagt die 45-Jährige, „aber wir wollen keine Objekte sein. Wir sind keine Opfer.“ Eigentlich, so Yılmaz, hätte es zwei getrennte Fortbildungen geben müssen, eine für die Hauptamtler und eine für die Vereine. „Wir machen ja schon alles, wir sind in dem Sinne schon interkulturell geöffnet“, sagt die Sozialarbeiterin, Theologin und Sprachwissenschaftlerin über ihre Einrichtung. „Was wir brauchen, das ist etwas mehr Professionalisierung.“ Aber vielleicht sei sie auch in einer besonderen Situation, gibt sie danach zu Bedenken. Schließlich sei die Begegnungsstätte von Anfang an in alle Netzwerke des Stadtteils eingebunden gewesen. Deshalb laute ihr hartes Urteil über das Projekt: „Es hat mir nichts gebracht.“ Doch trotz aller Kritik findet Zehra Yılmaz etwas Positives; „Dass es eine Plattform gab, auf der wir diskutieren konnten. Und Kritik äußern.“ Am Thema an sich müsse noch viel getan werden – von allen Seiten.

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